Metallische Streben oben und unten, die auf einen zylindrischen Metallkörper zulaufen.
Zufallstabelle

Mittwochstabelle: Wenn du zu lange in den Abgrund schaust

Oder in den Obsidianspiegel des Verbogenen Ichs. Oder die Augen des Zwielichtgurus. Oder von der Pfeife der Hexe Seelenschatten ziehst. Etwas wühlt eine Seite in dir auf, die lieber in Ruhe geblieben wäre. Du siehst nicht einfach etwas, du weist, tief in dir drin, die Bedeutung.

Die Tabelle

W6Die Erkenntnis (?)
1Du siehst endlos aufgereiht die Ahn:innen, die vor dir kamen, angefangen bei deinen Eltern, und auf der anderen Seite die Nachkommen, die dir folgen werden, beginnend bei deinen Kindern. Aber was, wenn dort niemand steht? Ausdruck einer Entscheidung oder eines düstereren Schicksals?
2Du siehtst dein Ebenbild einer möglichen Zukunft. Der Zukunft, die herausgekommen wäre, hättest du dich an diesem einen Punkt anders entschieden, der dir nie aus dem Kopf geht, auch wenn er nicht besonders wichtig erscheint. Was sieht dich an? Eine glücklichere Person? Oder ein Totenschädel?
3Es ist eine schattenhafte Gestalt. Sie greift in dich hinein und klaut einen Teil von dir, bevor sie damit wegrennt. Welcher Teil deines Inneren war es? Spiegelt es ein bekanntes Ereignis aus deiner Vergangenheit wieder, oder spürst du erst jetzt den Verlust? Und welchen kleinen Hinweis gibt es, wo du deinen verlorenen Teil wiederfinden kannst?
4Es ist eine Bestie, die vor deinen Augen erscheint. Nie hast du vor etwas so Angst gehabt, wenn auch nicht um dein Leben. Sie ist die Verkörperung deiner übelsten Anteile. Dessen, was übrig bleibt, wenn das Gute verschwunden ist. Was ist es? Ein dämonischer Schatten? Ein grauenvolle Chimäre? Oder eine menschliche Bestie mit Händen voller Blut?
5Dir blickt in ihrer aktuellen Gestalt eine Person aus deiner Vergangenheit entgegen, die du längst vergessen hast, die nun aber starke, wenn auch schwer zu definierende Gefühle hervorruft. Und die andere Person scheint genauso überrascht. Wer ist das? Die zweite oder dritte Jugendliebe? Ein Freund, der eines Tages ging, den du nie gesucht hast?
6Ein Konzept, das dir zuvor immer verschlossen war, entfaltet sich in deinem Geist. Aber nicht als wundersame Offenbarung, sondern drängende Gewissheit, die Handeln erfordert oder zumindest Anpassung. Was ist es, das dich nun einnimmt? Vanitas? Memento Mori? Demut? Die Vergöttlichung des eigenen Selbst?

Einblicke, die verändern

Die Beispiele oben in der Einleitung habe ich überigens alle nicht tatsächlich nicht geschrieben, sorry. Es sei denn, ihr habt Bock auf eins.

Weitere Tabellen:

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