Zufallstabelle

Mittwochstabelle: 6 ungewöhnliche Kultorte jenseits der Siedlung

Kulte sind vielfältig, ob dabei Geister, Götter, Heilige oder etwas anderes verehrt wird. Doch auch im Freien muss nicht jeder Kultort aus Menhiren mit einem blutbesudelten Altar in der Mitte bestehen. Hier sind sechs einfache Kultstätten, die zum Lokalkolorit einer Gegend beitragen können.

Die Tabelle

W6Der Kultort
1In einer Klamm hat sich im Flusslauf ein sogenannter Strudeltopf gebildet, eine breite trichterförmige Vertiefung in Wasser. Die Leute opfern Wertgegenständen, die sie dort hinein werfen, um im Gegenzug einen der runden Steine, die im Trichter durch die Strömung geschliffen wurden, als Glücksbringer mitzunehmen. Der Ort gilt dem Gott der Flüsse als heilig.
2An einem der Hügel gibt es eine Felswand, deren unterer Teil bis auf Armhöhe regelrecht glatt gerieben wurde. Seit Generationen bringen die Dörfler hier kleine Speise- und Trankopfer, um im Gegenzug an der glücksbringenden Felswand zu reiben. Es heißt, dass Feenvolk habe einen Schatz dahinter versteckt. Doch wer Werkzeuge nutzt, den trifft ein garstiger Fluch.
3Die große Grotte tief im Wald lädt nicht gerade zum Verweilen ein, denn in ihr steht kaltes Wasser bis zu den Knien und es schwärmen hunderte von Mücken umher. Dennoch kommt einmal im Jahr eine kleine Gruppe, um im Hall der Grotte einen altertümlichen Gesang anzustimmen. Dies soll die bösen Geister binden, die im sich anschließenden Höhlensystem hausen sollen.
4Wenn Schafe geschoren wurden, erkennen sie einander oft nicht wieder und fangen an, ihre Rangkämpfe neu auszutragen. Dazu werden sie nach der Schur auf eine spezielle Wiese geführt. Nicht selten erscheint dann ein prächtiger, wilder Schafsbock, den die Schäfer als Tierkönig der Schafe ansehen. Sein Beisein legitimiert die erfochtene Randordnung und garantiert Frieden.
5Der Felsen besitzt eine tiefe Spalte, in die man sich nur unter Strapazen hineinquteschen kann. Wer dies jedoch zum Frühlingsequinox tut, kommt mit einer schmierigen roten Flüssigkeit bedeckt wieder hinaus. Der Kult der Kriegerkaste sagt, dies sei das Blut des Lindwurms, den ein großer Held vor Jahrhunderten hier zu diesem Tag erschlagen hat. Es soll große Kraft spenden.
6Um einen Tümpel beten heimlich die Bewohner:innen der Region. Hier hinein stürzte die letzte Angehörige des vergangenen Adelsgeschlechts auf der Flucht vor den Usupatoren und ertrank. Doch da ihr Körper nie auftauchte, glaubt man, sie sei in ein anderes Reich entrückt worden und betet um ihre Rückkehr, dass jemand die Leute von der Tyrannei erlösen möge.

Das Mysterium kultischer Stätten

Wie viel Realität in eurem Setting auch dahinter steckt, Orte an denen Leute Rituale ausführen, haben in der Regel eine große Anziehungskraft. Die Interaktion mit den Obigen sollte recht friedlich sein, das heißt jedoch nicht, dass sie kein Rätsel verbergen.

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