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Würfeln für Ideen – [Alien RPG] W6 Konzernagenten

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Wenn das Alien-Franchise für etwas bekannt ist, neben den Xenomorphen versteht sich, dann sind es skrupellose Konzernmitarbeiter. Und weil jedes Rollenspiel von spannenden Nichtspielercharakteren lebt, sei es als Antagonist*in, Verbündete*r oder Auftraggeber*in, sind hier W6 mal mehr mal weniger geschäftsmäßige Company Agents. Nutzt es als Zufallstabelle, oder sucht euch die passende Figur raus für eure Runde Alien RPG heraus.

Die Zufallstabelle

#Name, Konzern
1Eteri Kapanadze, Lasalle Bionational
2Hernando Castilla, Seegson
3Adam Vukoja, Weyland-Yutani
4Kristen Schaefer, Aquila Tactical Solution
5Emilia Stanton, GeoFund Investor
6Keavy Athol, Titan Records
Wer wird eure Antagonistin? Oder ist es doch eher die Auftraggeberin?

Wer sind diese Konzernagenten?

Einen Name und für welchen Konzern diese Person arbeitet, habt ihr jetzt erwürfelt. Aber wer sind die NSC hinter den Namen, denen eure Spieler*innen in der nächsten Rollenspiel-Session begegnen werden.

1. Eteri Kapanadze, Lasalle Bionational

Wenn die Abteilung für Parasitologische Feldforschung von Lasalle Bionational einen Einsatz hat, dann ist Eteri Kapanandze nicht weit. Ihre Aufgabe ist es, dass alle Operationen entweder unter dem Radar laufen oder möglichst positiv darstehen. Sie hat ein Auge dafür, welche Mittel auf bzw. gegen welche Person angewandt werden sollten: Schmeicheleien, Bestechungen, Drohung, Erpressung oder einfach konsequentes Schneiden. Sollten beschwichtigende Worte oder Lügen nicht mehr ausreichen, weiß sie das volle Repertoire aufzufahren. Nur körperliche Gewalt verabscheut sie. Sie führt nicht jede Aktion selbst aus, sondern hat sorgfältig einen kleinen Stab für diese Aufgaben zusammengestellt.

Ursprünglich stammt Etari Kapanadze von einer weniger bedeutenden Welt innerhalb der ICSC. Ihre Eltern sind einfache Verwaltungsangestellte. Umso stolzer waren sie, als ihre Tochter ein volles Studienstipedium von Lasalle Bionational bekam. Seitdem versucht Eteri den Erwartungen gerecht zu werden, was sie hauptsächlich in geschäftlichen Erfolgen misst. Sie ist stolz auf ihre georgischen Wurzeln und pflegt in der spärlichen Freizeit, die sie sich selbst gönnt, Brauchtum. Generell ist sie sehr an Gepflogenheiten und Bräuchen interessiert, weshalb sie auch Ethnologie als Nebenfach studierte.

2. Hernando Castilla

Hernando Castilla ist schon auf den ersten Eindruck nicht das Klischee des skrupellosen Konzernveretreters, das sich Kolonisten vorstellen. Er wird von Seegson zu den Kolonien geschickt, auf denen die Unzufriedenheit mit dem Konzern hochkocht. Castilla ist die Herzlichkeit in Person. Er gewinnt nicht nur schnell Sympathien, sondern kann auch mit Fingerspitzengefühl die Interessen von verärgerten Kund*innen und seinem Konzern austarieren. Er liebt seine Arbeit und glaubt fest daran, dass er den Interessen aller Parteien dient. Bisher hat er allerdings auch noch nicht mitbekommen, dass Seegson sich nicht an eine ausgehandelte Absprache gehalten hätte.

Hernando ist als Spross einer reichen Familie auf dem Familienanwesen nahe Barcelona aufgewachsen. Der Rückhalt seiner großen Familie, die schon viele Künstler*innen, Politiker*innen und Unternehmer*innen hervorgebracht hat, machte aus ihm den gefestigten Charakter, der er heute ist. Er ist ein sehr sozialer Mensch, der den Glauben an die Seegson “Familie” verinnerlicht hat, und sich gerne mit allerlei interessanten Leuten umgibt. So gut er seine Verhandlungspartner*innen einschätzen kann, so unfähig ist er auch nur glauben zu können, dass seine Vertrauten und Übergeordneten etwas hinter seinem Rücken machen könnten.

3. Adam Vukoja, Weyland-Yutani

Jung, hungrig und verblendet: Adam Vukoja ist genau die Art von Mensch, die sich Weyland-Yutani wünscht. Seine Aufgabe ist es dort zu sein, wo Unternehmen in finanzielle Schwierigkeiten geraten. Vor Ort soll er die Lage für Weyland-Yutani sondieren, um bei Bedarf ein Investment zu tätigen. Dass das im Konsens mit den strauchelnden Unternehmer*innen geschieht, ist nur eine erfreuliche Option, die Zeit spart. Sollten sie keine Einsehen haben, kennt er eine Menge Tricks, um den finanziellen Ruin zu beschleunigen, sodass er für seinen Konzern nur noch die Reste auflesen muss. Für diese Geschäfte genießt er große Autonomie, setzt bei Versagen jedoch seine berufliche Zukunft aufs Spiel.

Das Meiste musste sich Adam in seinem Leben hart erkämpfen. Als Sohn von Geflüchteten aus der UPP, hatte er es nicht leicht. Viele Jahre zog er im Nereid Sektor von Planet zu Planet, wo auch immer seine Eltern gerade Arbeit hatten. Die Erfahrung stumpfte ihn ab, ließ ihn aber auch erkennen, dass er Chancen an sich reißen musste, wenn er sie sah. Und so tat er alles, um sich zu den Leuten hochzuarbeiten, die er am meisten bewunderte: Die wohlhabenden Vertreter des Weyland-Yutani-Konzerns. Was seine Fähigkeiten übersteigt, macht er durch Kaltblütigkeit wett. Tief in seinem Inneren ist er kein schlechter Mensch, und so stirbt jedes mal etwas in ihm, wenn er Leute über den Tisch zieht. Doch “Versagen” ist keine Option für ihn.

4. Kristen Schaefer, Aquila Tactical Solutions

Söldner führen Kriege, aber damit wollen sie vor allem Geld verdienen. Damit das gut funktioniert, hat die Private Militärfirma Aquila Tactical Solutions Kristen Schaefer angestellt. Sie ist diejenige, die als Erste beim Kunden ist, um die Konditionen auszuhandeln. Und sie ist die, die darauf achtet, dass Verträge eingehalten werden. Wer in ihr “nur” eine Unterhändlerin sieht, sitzt einem gefährlichen Irrtum auf. Es kursieren wilde Gerüchte über Knieschüsse, die ein Auftraggeber abbekam, weil er missionskritische Informationen aus geschäftlichen Gründen vorenthielt. Von dieser Geschichte gibt es viele Varianten, aber keine davon wurde offiziell kommentiert.

Wenn Soldaten etwas zuwider ist, dann wenn Politiker mit Blut erkaufte Erfolge aus politischem Kalkül wieder aufgeben. So beginnt auch die Geschichte von Kristen Schaefer, die von Thetis Minor stammt. Nach einem unter Verschluss gehaltenen Vorfall gab sie ihr Offizierspatent der Royal Navy des Three World Empire zurück. Ein tiefsitzender Groll gegen Weyland-Yutani ist der einzige Hinweis darauf, was möglicherweise geschehen ist. Sie wurde quasi umgehend von einem ehemaligen Colonal rekrutiert, um sich der neu gegründeten PMC Aquila Tactical Solutions anschzuschließen. Die Spezialeinsätze, auf die das Unternehmen ausgerichtet ist, sind nicht ihre militärische Expertise. Aber als ehemalige Offizierin des Flottennachrichtendienstes hat sie die Intelligenz und Durchsetzungsstärke, ihre neuen Kamerad*innen auch vor den durchtriebendsten Kunden zu vertreten.

5. Emilia Stanton, GeoFund Investor

Das Koloniegeschäft ist risikoreich. In erster Linie für die Pionier*innen vor Ort, aber in den sicheren Kernwelten bangen die Investor*innen um ihr Geld. Um die Verlustgefahr so klein wie möglich zu halten, schicken sie Wirtschaftsexploratoren los. Emilia Stanton ist, aufgrund ihrer Expertise in mehreren relevanten Gebieten, eine der gefragtesten Personen bei der Evaluierung von Standorten. Sie reist mit kleinen Teams zu den angegenen Stellen, um auf wissenschaftlicher Basis eine Einschätzung zu Machbarkeit und Wirtschaftlichkeit zu erstellen. Die Berichte entscheiden über Wohl und Wehe vieler Kolonien, denn ohne die Absegnung der Wirtschaftsexploratorin finanziert GeoFund Investor das Projekt nicht. Sie neigt dazu, länger vor Ort zu sein als andere, um ihren Forschungsdrang zu befriedigen.

Als Kind einer Prospektorenfamilie wurde Emilia Stanton das Forschen und Kundschaften in die Wiege gelegt. Sie verbrachte den Großteil ihrer Kindheit und Jugend damit, mit ihren Eltern für das kleine Familienunternehmen von Planet zu Planet zu tingeln, immer auf der Suche nach wertvollen Rohstoffen. Irgendwann gelang ihnen tatsächlich der große Wurf, was Emilia ein erstklassiges Studium ermöglichte. Ihre Eltern drängten sie dazu, auch einen wirtschaftlichen Schwerpunkt in ihrem Studium zu wählen, weil sie wollten, dass sie es besser haben sollte als sie. Dabei hatte ihre Tochter das alte Leben geliebt. Nun widmet sie sich lustlos aber gewissenhaft wirtschaftlichen Einschätzungen für Kolonisationsprojekte, obwohl sie anhand ihres Intellekts und ihrer Kenntnisse zahlreicher Disziplinen der Geographie und -logie nur als Genie zu bezeichnen ist.

6. Keavy Athol, Titan Records

Das transplanetare Showbusiness ist hart, weshalb es harte Manager*innen wie Keavy Athol braucht, um es am Laufen zu halten. Im Namen von Titan Records, dem größten Musiklabel des 3WE, betreut sie die Größen des Geschäfts. Insbesondere auf Touren ist ihre Arbeit von unschätzbarem Wert. Sie sorgt dafür, dass keine lästigen Schranken, den Stars im Wege stehen, seien es Einreisebeschränkungen oder Richtlinien für die Gigs. Vor allem bemüht sie sich, jede Art von Skandal von ihre Schützlingen verzuhalten. Zumindest soweit es der PR nicht dienlich ist… Unlautere Methoden, vor allem Bestechung, sind ihr alles andere als fremd.

Die gebürtige Londonerin hatte als Kind der wirtschaftlichen Upperclass den idealen Start ins Berufsleben. Elite-Internat, Elite-Universität, Praktika bei Weyand-Yutani. Alles stand ihr offen. Aber noch während der Arbeitsvertrag zur Unterschrift vor ihr lag, hatte sie einen Moment der Klarheit: Der Konzern und das Gebahren seiner Mitarbeiter, darunter ihre Eltern, widerte sie an! So entschied sich Keavy Athol für einen Business, das zwar auch unehrlich, aber wenigstens menschlich ist. Sie hat ihren Wechsel in die Musikbranche und die Arbeit auf Tournees nie bereut. Trotzdem möchte sie bald in einen Job in London wechseln, um mehr bei ihren Kindern zu sein. Derzeit betreut sie Superstar Maggy Ravaga und hofft, nach einer weitläufigen aber ruhigen Tour, endlich kürzer treten zu können.


Welche*r der Company Agents inspiriert euch am meisten und warum? Schreibt es gerne in die Kommentare!

Mindestens eine*n werde ich auch mit Stats/Werten versehen und auf diesem Rollenspiel Blog hochstellen. Daher könnt ihr so auch mitbestimmen, wo ich anfange.

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9 Kommentare

  • yennico

    Gleich als erstes eine meiner Favoriten:
    Etari Kapanadze ist eine interessante Person, die einer Minderheit angehört. Für ihr Hobby werden sich leider wohl die wenigsten Spielercharaktere interessieren. Sie kann ich mir gut als Antagonistin oder Auftraggeberin vorstellen.

    Müsste es bei Hernando Castilla nicht Castillo heißen? Eine loyaler Facemann mit ensprechenden Geld und Konzern im Rücken. Hier fehlt mir etwas das Spannungsfeld. Er scheint immer der für beide Seiten erfolgreiche Problemlöser zu sein. Er ist ein Vermittler, mit einem sozialen Gewissen. Als Vermittler übernimmt er Funktionen, die auch unabhängige Spielercharactere übernehmen könnten.

    Adam Vukoja ist geldorientiert und egoistisch. Auf ihn ihm als Antagonist können die Spielercharakter sicherlich treffen. Wenn er kein schlechter Mensch wäre und auch noch merkt, dass jedes Mal ein Teil von ihm stirbt, würde er Geld ansparen und aus dem Job aussteigen. Er ist aber maßlos und Geld bedeutet ihm mehr als seine Seele. Wahrscheinlich hat er keinen Überblick über seine Finanzen und gibt das Geld schnell aus. Wäre nicht der erste Vertreter, der das so macht und deswegen neue Aufträge braucht.

    Kristen Schaefer als Ex-Offizierin, die in einem PMC arbeitet kann ich mir als Auftraggeberin für die Spielercharaktere vorstellen.

    Meine zweite Favoritin ist Emilia Stanton.
    Emilia Stanton inspiriert mich. Ich denke gerade nach, wie ich sie für Cyberpunk konvertieren kann.
    Ihre Hintergrundsgeschichte ist nett. Emilia kann das Ziel des Auftrages der Spielercharaktere sein. Sei es, dass sie von Emilia wichtige Daten stehlen oder Emilia selber extrahieren sollen.

    Keavy Athol hat leider das Pech, dass ich gerade selber einen NSC bastle, der auch im Music business als Talent Scout ist. Ich finde die Hintergrundsgeschichte meines NSCs natürlich besser als die von Keavy Athol. Der krasse Wechsel von Karriere zu Musikbranche bräuchte meiner Meinung nach ein wenig Erklärung. Warum hat sie die Musikbranche gewählt? Hatte sie schon vorher Bezug dazu, wenn ja wie? Keavy Athol hat mindestens zwei Kinder. Über einen Partner/in wird nichts gesagt. Als Managerin eines Superstars sollte sie eigentlich genügend verdienen, so dass sie, wenn sie keinen Partner/in hat, eine Nanny einstellen kann. Warum will sie jetzt plötzlich bei ihren Kindern sein? Ist da etwas bestimmtes passiert.

    Keavy Athol wirst Du für die Kampage wahrscheinlich sowieso mit Werten verstehen müssen.

    Ich poste mal meinen Talent Scout aus der Musikbranche. Leider nur in Englisch, weil ich den für einen englischen Artikel schreiben will.

    Dragonfly:
    Dragonfly´s real name is Janet Ma. She is a beautiful half-Asian woman with a tattoo of a dragonfly on her right shoulder. Her long black hair is natural as most of her body. She smells like seduction and normally works as talent scout for the entertainment business. Dragonfly has many contacts to executives in entertainment business and to many singers, musicians, from unknown to superstar and also to some fan communities of the superstars. You will find her at many concerts.

    Her parents have been corporate workers, who let her daughter study many instruments and also trained her singing. Shortly after her 16th birthday both parents died in an accident. At first Janet went on parties and to concerts, but later she often regretted that she wished, that her parents should be dead. She spent her heritage at visits of concerts.

    After two years on aconcert she met Malcolm, the singer of the band Malcolm Maniac and the Troublemakers. She had seen the band on several concerts. She liked Malcolm, became his girlfriend and a background singer in the band. Janet had a good time with music, sex and drugs. After the concerts she talked to other bands, the managers and the fans. She effectively managed the band, getting them new gigs, etc. In a clear moment Janet realized that music is her life, but she is not a so good singer or musician, so she will never become a superstar. Janet realized that she wants to be the person who chooses which artist get the chance to become a superstar. She ended her relationship with Malcolm, who also was very unfaithful and also stopped managing the band, because she knew the band will never get famous. Janet gave the only really good musician, one of the guitarists the advice to leave the band and choose another band. He take the advice and left the band. He plays now in a very successful band and said: Dragonfly´’s advice was the best I ever had. Malcolm’s band, after replacing the guitarist, still plays concerts and Malcolm still hates Janet for everything. Sadly she still loves him.

    After leaving the band she worked several months hard for her dream. Dragonfly attended every concert and build up her network to artists and the entertainment business. Then she went straight to every music and entertainment company she knew and asked them if they want to know which artist from Night City will become a superstar. All except a small company laughed. The small company listened to her and she gave them three names of artists. One of the has become a superstar, the second one, a band is on her way to become one. The last one was a failure. Someone, but never Dragonfly, says the artist was killed before he could show his true talent. The small company get rich and Dragonfly her credit for this. The rest is history.

    • John Doe

      Hi, danke für diesen ausführlichen Kommentar. Wir teilen uns auch die Favoriten 😉

      Bei Eteri Kapanadze war mir wichtig, dass sie aus einer anderen Bevölkerungsgruppe stammt, einer die normalerweise kaum vorkommt. Zumindest ist mir keine prominente Figur aus der Pop-Kultur eingefallen, die aus dem Kaukasus kommt. Merkmale wie Hautfarbe habe ich bei den Kurzbeschreibungen absichtlich weggelassen, damit sich jeder sein eigenes Bild machen kann.

      Das Spannungsfeld bei Castilla (die Namensvariante gibt es mWn auch) ist, dass er guten Glaubens Verträge aushandelt, die für alle Seiten gut sind, aber der Konzern bei der Ausführung aber möglicherweise versucht rumzutricksen. Das missbraucht sein Vertrauen und schädigt die Integrität seines Rufs.

      Typischer Fall von einem ehrgeizigen jungen Menschen mit Geltungsbedürfnis in einem toxischen Umfeld. Wahrscheinlich ignoriert er die innere Stimme hart, weil er dazugehören will. Nach außen hin der typische Konzernfiesling, aber eigentlich vor allem ein von seinem Umfeld verkorkster Typ.

      Kristen Schaefers Konzept ist glaube ich eine runde Sache geworden. Besonders für paramilitärische Chars glaube ich eine tolle Anlaufstelle.

      Emilia Stanton hat mir auf jeden Fall viel Spaß gemacht zu schreiben. Schön, dass sie dir gefällt.

      Zu Keavy Athol: Kenn ich, dass einem das eigene Konzept besser gefällt 😉 Das sie nicht ganz rund wirkt, liegt glaube ich daran, dass ich ein bisschen viel in die kurze Beschreibung packen wollte. So krass hatte ich ihren Karrierewechsel eigentlich gar nicht gedacht. Eher im letzten Moment vom angedachten Karriereplan umgeschwenkt. Aber warum sie gerade das Musikbusiness gewählt hat, bleibt tatsächlich unklar, hast du recht. Das sie mehr bei ihren Kindern sein will, ist nicht als plötzlich gemeint. Eher eine Umgewichtung auf der Achse Karriere-Familie und damit auch emotional motiviert, nicht weil es notwendig ist.

      Dragonfly ist auf jeden Fall auch eine coole Figur, danke fürs posten. Werde ich sicher auch mal adaptieren können.

  • yennico

    Bei Eteri Kapanadze finde ich die Wahl Georgiens besonders interessant.

    Mit Castilla komme ich gar nicht klar. Mag auch daran liegen, dass meine Kollegin zum Teil diesen Job in unserer Firma macht (zwischen Kunden und Firma Lösungen zu abgeschlossenen Verträgen finden).
    Seegson sollte sich hüten, die von Castilla gefundenen “Lösungen” zu verändern. Eine Änderung, was ich unter rumtricksen auch verstehe, könnte dazu führen, dass der Kunde Castillas Lösung nicht mehr akzeptiert. Dann steht Seegson ohne Lösung da, muss jemand wieder eine Lösung aushandeln lassen unter schlechteren Bedingungen für sich selber (sie sind ja nicht mehr glaubwürdig) und Castillas Ansehen wird auch noch beschädigt, so dass er in weiteren Verhandlungen mit anderen Kunden wegen der Unglaubwürdigkeit seines Arbeitgebers schlechter dasteht. Vielleicht kommt der Konzern mit so einer Rumtrickserei einmal durch, aber irgendwann geht es nicht mehr gut. Dann verlieren sie ihren Ruf und gegebenfalls auch noch Castilla als Mitarbeiter, weil der Konzern sich nicht an seine ausgehandelten Lösungen hält. Damit zeigt der Konzern ihm wie viel der Konzern wirklich von ihm hält.

    Ich stimme zu, dass sein Umfeld viel Einfluss auf Adam hat, aber für mich bleibt er trotzdem ein egoistischer Anerkennungs- Erfolgs- und Geldjunkie. Mir würde er besser gefallen, wenn er versucht Geld für einen Ausstieg zu sparen, aber mit Geld einfach nicht umgehen kann d.h. immer wenn er einigermaßen etwas gespart hat, verjubelt er wieder zu viel. Um wirklich auszusteigen muss er sich seines Problem des Geldumgangs stellen. Stellt er sich diesem nicht mehr oder weniger schnell, wird er seelisch total sterben.

    Kristens Konzept ist mir zu rund. Mir fehlen da ein paar Kratzer. Ja, Charaktere werden sich gut mit ihr verstehen, (bis sie verstehen, dass hinter dem Soldaten/Offizier Konzept ein Nachrichtendienstagent steht.) 😉

    Emilia ist der Grund, warum ich mich in Cyberpunk gerade mit Prospektoren und Minerallagerstätten beschäftige (gibt es sowas noch?) Wenn ich sie mir in einem Forschungsuboot unter Wasser vorstelle, wie sie am Meeresgrund mit den Greifarmen Gesteinsproben nimmt und die Charaktere sollen sie extrahieren oder Daten stehlen …. Emilia das Bikini nee eher das Neo(n)pren Babe 😉

    Dass sich Prioritäten im Leben wie bei Keavy Athol verschieben ist normal. Irgendetwas muss Keavys Ausstieg aus dem geplanten Leben (Karriere und nun Mutterrolle) veranlasst haben.

    Ich freue mich, dass Dir Dragonfly gefällt. Du kannst sie gerne nutzen.

    • John Doe

      Zu Eteri: Ich habe zwischen Armenien und Georgien geschwankt. Da ich aber in Runden schon armenische NSC hatte, habe ich mich für Georgien entschieden.

      Zu Castilla: So wie du es erklärst, macht Einmischung tatsächlich keinen Sinn. Was aber, wenn der Konzern nicht von einer Stelle weiter oben versucht die Abmachungen zu verwässern, sondern der Leiter der örtliche Niederlassung. Jemand der die Demütigung nicht verkraftet hat, dass er die erst nicht unter Kontrolle kriegen konnte und dann auch noch jemand und setzt ihm einen Plan vor die Nase. Als ob der das besser wüsste, schließlich ist das hier sein Turf… ähm… seine Niederlassung. Und dann fängt der Leiter der Niederlassung an, den Plan zu ändern, Stück für Stück. An Ende funktioniert es dann nicht mehr und er versucht Castillas Plan den Schwarzen Peter zuzuschieben. Eine gute Aufgabe für SC, als Externe herauszufinden, was wirklich passiert ist.

      Zu Adam: Punkt geht an dich. Das würde ihn interessanter machen.

      Kristen ist tatsächlich eine gute Figur, deren Bedeutung erst mit der Zeit freigelegt wird. Erst nur die Vertreterin, die Subunternehmer (aka SC) für ihre Truppe anheuert. Umso mehr man mit ihr zu tun hat und von ihr hört, desto mehr wird klar, dass sie eine echte Macherin vor Ort ist, vielmehr als der eigentliche Kommandant der Söldner. Plötzlich nehmen die Dinge unerwartete Wendungen und die SC müssen sich fragen, ob nicht sie an Strippen zieht, die bisher unsichtbar waren.

      Zu Emilia: Wie wäre es mit Helium-3? Das ist mausert sich ja zu einem Liebling der Near Future Science Fiction. Sollte ich mich auch mal mehr mit beschäftigen. Und ja, irgendwie entwickelt die Beschreibung ein gewisses Sexappeal 😀

      Bei Keavy stelle ich es mir ungefähr so vor, dass sie von Hinter der Bühne beobachtet, wie die Fans ihren aktuellen Star abfeiern. Sie erkennt, dass die meisten kaum älter als ihre Älteste sind. Ob es ihr wohl auf dem Konzert gefallen hätte? Dann kommt der Moment der Erkenntnis, dass sie eigentlich gar nicht weiß, was ihre Tochter oder ihr Sohn hören. Und da beginnt das Grübeln.

      In meinem Kopf findet Dragonfly gerade schon einen Platz bei Vampire. Ist neben Cyberpunk ein gutes Genre für diese Art von Charakter.

  • yennico

    Armenien und Georgien sind beides eine gute Wahl.

    Es wird wohl ein paar Niederlassungsleiter geben, die so denken. Von diesen werden aber nur sehr wenige Castillas Einigungsbemühungen aktiv heimlich sabotieren, weil, wenn das herauskommt, verlieren sie ihren Job und Casttilla ist in der Hierarchie und Macht in dem Konzern deutlich über ihnen. Castilla hat wahrscheinlich deutlich mehr Ressourcen zur Verfügung als sie.

    Warum sollten die Spielercharaktere als Externe dafür angeheuert werden? Der Erkenntnisgewinn nach einer mißlungenen Einigung, dass es ein eigner auf eigene Faust arbeitender Mitarbeiter war, hilft nur wenig bei einem neuen Einigungsversuch.
    Castilla wird vor einer Einigung ein eigenes Team von Firmenangehörigen haben, die für ihn die Vorarbeit, Recherchen machen. Dieses Team kann irgendwo festsitzen, etc. so dass Castilla für diese Einigung auf externe Mitarbeiter (die Spielercharaktere) angewiesen ist. Besonders interessant, wenn die Spielercharaktere bei der Recherche hauf ein Dilemma stoßen.

    Ich hatte Kristen nicht als Kommandantin der Söldner gesehen, sondern nur als Unterhändlerin der Söldner bei Geschäftsverhandlungen oder maximal als Verbindungsoffizier zur PMC.

    Du hattest bei Keavy ja kein Alter von ihr oder den Kindern geschrieben. So wie Du es in vorangehenden Post beschreibst, ist Deine Keavy bzw. eher ihre Kinder deutlich älter als ich sie mir vorgestellt habe (was nichts schlechtes ist). Deine Erklärung hier kann ich gut nachvollziehen. Womit ich bei Keavy ohne weitere Erklärung Probleme habe ist der krasse Umschwung von Karrierre zu Arbeiten im Musikbusiness.

    Ich stelle mir gerade Dragonfly ohne den Asientouch und ohne den ganz großen Erflolg als Flowerpower Hippie Mädchen kurz vor oder nach Woodstock vor oder als Mädchen in einer alternativen Kommune in der 68er Zeit, die Punkbands managt.

    Ob man mehrere Deiner NSCs in einem einzigen Abenteuer verbauen kann? 😉 Alle glaube ich geht eher schlecht, weil ich da Keavy als Superstar Managerin irgendwie nicht so plausibel unterbringen kann. 😉

    Ich schieße mal so aus dem Bauch heraus:
    Emilia ist in einer politisch sehr instabilen Grenzregion mehrerer Staaten unterwegs um nach Rohstoffvorhommen zu suchen. Alle beteiligten Staaten sind natürlich an ihren Ergebnissen interessiert. Ein Staat schreckt auch nicht davor zurück die Grenze mit militärischer Macht entsprechend den Rohstoffvorkommen zu verschieben.

    Dummerweise liegt das größte Rohstoffvorkommen dort in einer abgelegenen Region, die vor ein paar Jahren von einem Staat anektiert wurde. Lassalle hat in diesem Gebiet nicht genehmigte, aber mit Schmiergeldern erkaufte Feldversuche gemacht, deren Auswirkungen immer noch da sind. Eteri ist aus zwei Gründen da. Zum einem soll sie versuchen, dass die illegalen Feldversuche immer noch ein Geheimnis bleiben und zum anderen, dass möglichst wenige Personen in dieses Gebiet gehen, denn die Auswirkungen der Feldversuche schädigen Menschen.

    Castilla ist vor Ort, weil seine Firma dort Probleme mit Kunden hat, die er zu lösen hat.

    Aasgeier Adam riecht das Konfliktpotenzial der Krisenregion, was er gegebenfalls auch anschürt, so dass er und seine Firma aus der sich anbahnenden Krisensituation gute Gewinne einfahren können.

    Kristen wurde von irgendeiner Partei (Staat, Kunden, etc.) dorthin bestellt um für den bevorstehenden Konflikt Söldner anzuwerben.

    Etwas schwach: Keavy ist in genau dieser Region, weil sie Informationen bekommen hat, dass sich ihr Schützling in dieser Region in einem Kloster verstecken soll.

    • John Doe

      Kristen ist auch nicht die Kommandantin, kam vielleicht falsch rüber. Aber sie hat wahrscheinlich mehr Einfluss auf die Aktivitäten der PMC als der eigentliche Kommandant.

      Keavys Alter kann man letztlich gestalten, wie man es für richtig hält, deswegen hatte ich es im Ursprungsbeitrag auch nicht erwähnt 😉 Tatsächlich muss der Umschwung ja auch nicht krass sein. Nur die Erkenntnis kam recht plötzlich. Die Umstrukturierung ihrer Karriere kann sie ja auch vorsichtig angehen und ihre Finger nach einem Job in einer Niederlassung ausstrecken, während sie erstmal weiter ihrer alte Aufgabe nachgeht.

      Das von dir beschriebene Set-up ist ziemlich cool. Eigentlich eine ideale Sandbox. Würde sich lohnen auszubauen. 🙂

  • yennico

    Sandbox: warum nur eigentlich ? 😉 Sechs größere Konzerne schicken ihre sechs Agenten. Jeder hat andere Ziele. Da ergeben sich schon mal unterschiedliche Allianzen z.B. Eteri und Adam. Eteri will das die Leute dort verschwinden, d.h. die Krise muss hochkochen. Das kommt Adam zu gute. Wenn die Krise in einem Krieg mündet ist Kristen gefragt. Castilla und Emilia im Gegensatz dazu wollen keine Krise. Keavy ist es fast egal, so lange sie ihren Star retten kann.

    Ich kann Dir bei dem Ausbau wenig helfen, da ich die Alien Welt und deren Konzerne zu schlecht kenne.

  • yennico

    Gerne kannst Du meine Idee benutzen und ausbauen.

    Der Ausbau wird einiges an Arbeit, denn viele der Konzernagenten, werden ihre eigenen Teams vor Ort haben. d.h. einiges an NSCs basteln.

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